Hunde sind Individuen, jeder hat seine eigenen Vorlieben und Macken. Die folgenden Tipps sind keine Gesetze oder Garantien, sie spiegeln lediglich unsere Beobachtungen und Erfahrungen wieder.
Es kann durchaus passieren, dass Ihr Hund nicht gleich in die Hütte stürmt und sie freudig annimmt. Das ist nicht weiter schlimm. Manchen Hunden muss etwas auf die Sprünge geholfen werden, ehe sie die Vorteile der Hütte für sich entdecken.
Beobachten Sie Ihren Hund, machen Sie so kleine Schritte wie möglich und nötig. Fühlt sich Ihr Hund wohl in der Situation? Lassen Sie ihm Zeit sich daran zu gewöhnen.
Wenden Sie niemals körperliche Gewalt an um Ihren Hund in die Hütte zu bekommen, er wird Sie und die Hütte so nur fürchten.
Der Hund muss seine Hütte lieben, sie ist sein persönlicher Rückzugsraum. Darum darf der Hund niemals zur Bestrafung in die Hütte geschickt werden. Die Eingewöhnung erfolgt langsam und Schritt für Schritt.
Belohnen Sie nicht, wenn der Hund aus der Hütte herauskommt, er könnte es mit dem Verlassen der Hütte verbinden, sondern belohnen Sie das in die Hütte Hineingehen. Er soll positive Erfahrungen in der Hütte machen.
Nach und nach erhöhen Sie die Zeit, die der Hund in der Hütte verbringt, indem Sie immer wieder Leckerchen nachwerfen während sich der Hund in der Hütte aufhält ohne dass er sie inzwischen verlässt.
Hat sich der Hund daran gewöhnt kurze Zeit in der Hütte zu bleiben, können Sie ihm auch sein tägliches Futter in der Hütte servieren. Die Hütte soll mit so vielen positiven Erlebnissen wie möglich verbunden werden.
Vergessen Sie nicht Ihren Hund für jeden Erfolg zu belohnen.
Variante 1

Welche Leckerchen bevorzugt Ihr Hund? Käse, gekochtes Hühnerfleisch oder Gemüse? Testen Sie verschiedenes aus, Sie kennen Ihren Hund am besten.

Werfen Sie ein paar Lieblingsleckerchen, die sich Ihr Hund holen soll, in Richtung Hütte. Am Anfang nur in die Nähe der Hütte, jeder Schritt in die richtige Richtung soll belohnt werden.
Werfen Sie dann auch mal ein Leckerchen in den Einstiegsbereich, so dass der Hund erstmal nur mit dem Kopf in die Hütte muss.
Nach und nach fallen die Leckerchen immer weiter in die Hütte hinein, zuerst reicht eine Pfote in die Hütte um ans Objekt der Begierde zu kommen, dann alle beide Vorderpfoten, und noch ein Hinterlauf dazu, bis er schließlich mit allen Vieren drinnen steht.
Variante 2

Eine andere Möglichkeit den Hund an die Hütte zu gewöhnen, ist mit Hilfe eines für den Hund sehr wertvollen Spielzeugs oder einer Knabberei.

Werfen Sie das Lieblingsspielzeug oder die Knabberei vor den Augen des Hundes in die Hütte und verschließen Sie sie so, dass der Hund es sehen aber nicht erreichen kann.
Warten Sie einen Moment ab.
Der Hund wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit unbedingt in die Hütte wollen um sich das Spielzeug zu holen.
Lassen Sie ihn nicht zu lange warten, damit er nicht das Interesse verliert – beobachten Sie Ihren Hund.
Hinter Gitter

Haben Sie eine Hütte mit Türe, dann schließen Sie diese erst, wenn sich der Hund in der Hütte bereits wohl fühlt und anfangs auch nur für kurze Zeit.

Erhöhen Sie die Zeitabstände in denen der Hund nicht heraus kann wiederum nur in kleinen Schritten. Überfordern Sie Ihren Hund nicht.
Eine gute Möglichkeit dem Hund die Zeit in der Hütte zu verkürzen, ist ihm inzwischen eine Beschäftigung zu geben.
Eine leckere Knabberei z.B. ein Schweineohr, ein Stück Ochsenziemer oder der KONG® haben sich als sehr willkommene Ablenkung erwiesen.
Vergessen Sie nicht, auch für reichlich Trinkwasser zu sorgen.
Vielleicht helfen auch diese Fragen weiter, wenn der Hund nicht in die Hütte mag:
Ist die Hütte groß genug für den Hund?
Kann er sich bequem ausgestreckt hinlegen und umdrehen?
Hat der Hund schlechte Erfahrungen mit der Hütte oder als er in der Hütte war, gemacht?
Steht die Hütte am richtigen Platz?
Zu nahe am Heizkörper, herrscht Zug oder andere Störfaktoren?
Der ideale Standort soll ruhig, zugfrei und am besten mit Blick zur Familie sein.